VVT und Schule in Zams finden gemeinsame Lösung für SchülerInnen
Ein guter Öffi- Fahrplan orientiert sich nicht nur an Takten und Linienführungen, sondern vor allem am Alltag der Menschen, die ihn nutzen. Entscheidend ist, dass Verbindungen dort funktionieren, wo sie gebraucht werden - etwa am Weg zur Schule, zur Arbeit oder nach Hause. Gute Mobilitätsplanung heißt deshalb auch, Anliegen ernst zu nehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Genau das ist im Fall einer Schule in Zams gelungen.
Durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem VVT und dem Oberstufenrealgymnasium der Katharina-Lins-Schulen konnte für die mittägliche Heimfahrt der SchülerInnen eine einfache und zugleich wirkungsvolle Lösung gefunden werden: Künftig nutzen die SchülerInnen für ihre Heimfahrt den Zug 3319 (REX1 von Landeck-Zams Richtung Innsbruck um 12:34 Uhr), den sie dank einer gezielten Anpassung im Stundenplan problemlos erreichen können.
Flexible Anpassung im Schulbetrieb
Die konkrete Maßnahme ist pragmatisch: Die Pause zwischen der 5. und 6. Stunde wird gestrichen. Dadurch endet der Unterricht rechtzeitig, sodass alle den Anschluss erreichen, anstatt 23 Minuten auf die nächstmögliche Zugverbindung zu warten. Anfang Juni wurde diese Anpassung in einer Sitzung gemeinsam von Lehrer-, Eltern- und SchülervertreterInnen einstimmig beschlossen. Die neue Regelung gilt ab 14. Juni.
Für Mobilitätslandesrat René Zumtobel ist es besonders wichtig, dass dort, wo junge Menschen täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind, öffentlicher Verkehr im Alltag funktioniert: „In Zams ist es gelungen, gemeinsam mit der Schule eine pragmatische Lösung zu finden, damit die SchülerInnen auch weiterhin verlässlich und gut nach Hause kommen. Entscheidend ist nicht nur, dass es ein Angebot gibt, sondern dass dieses Angebot zu den konkreten Wegen und Zeiten der Menschen passt.“
Markus Kathrein, Mobilitätsplaner beim VVT, betont den gemeinsamen Ansatz: „Ein gutes Öffi-System entsteht im Dialog. Uns war wichtig, gemeinsam mit der Schule eine Lösung zu finden, die für die SchülerInnen einfach funktioniert – und genau das ist uns hier gelungen.“
Schuldirektor Christian Ladner zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Das ORG Zams setzt sich aktiv für die Mobilitätsbedürfnisse seiner zahlreichen SchülerInnen aus dem Bezirk Imst ein. Durch die gute Zusammenarbeit und die Kompromissbereitschaft des VVT konnte gemeinsam eine rasche und flexible Lösung gefunden werden. Dadurch erhalten unsere SchülerInnen eine bessere Anbindung, erreichen ihre Verbindungen weiterhin zuverlässig und profitieren zusätzlich von einem früheren Unterrichtsende.“ Auch die Schülerin Antonia Frischmann aus Karrösten freut sich über die Verbesserung: „Viele von uns haben einen langen Schulweg. Deshalb freue ich mich, dass wir jetzt früher nach Hause kommen. Das spart Zeit und macht den Schulalltag deutlich entspannter."
Vorteile für alle Beteiligten
Das Ergebnis bringt klare Vorteile: Der Zug ist sicher erreichbar und der Schulalltag effizient angepasst. Die SchülerInnen können den öffentlichen Verkehr optimal nutzen und kommen sogar bis zu über eine Stunde früher nach Hause als zuvor.